Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus (kurz: Diabetes) ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Sie verhindert beim betroffenen Patienten, dass sein Körper lebenswichtige Energie aus der Nahrung richtig aufnimmt. Beim gesunden Menschen gewinnt der Körper den Zucker (die Glukose) aus dem zugeführten Essen, der über die Blutbahn zu den Körperzellen transportiert und dort als Energie genutzt werden kann. Damit Glukose von den Zellen aufgenommen wird, produziert die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin. Wenn Sie Diabetes haben, kann Ihr Körper entweder nicht genug Insulin produzieren oder spricht auf das produzierte Insulin nicht an – oder beides.

Die häufigsten Diabetes-Typen

Wurde bei Ihnen Diabetes festgestellt? Dann haben Sie sicherlich viele Fragen zu Ihrer chronischen Erkrankung. Zunächst sollten Sie wissen, dass es hauptsächlich zwei Diabetes-Typen gibt: den Typ 1 und den Typ 2. Der häufiger vorkommende Typ ist der Typ-2-Diabetes.

Typ-1-Diabetes

Diabetes Typ 1 tritt vor allem bei Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren auf, aber auch Erwachsene können daran erkranken. Die Ursache ist die körpereigene, vollständige Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Beim Typ-1-Diabetes wird in der Bauchspeicheldrüse wenig bis gar kein Insulin mehr produziert, so dass die Körperzellen nicht mehr mit Zucker als Energiequelle versorgt werden. Dies führt zu einem Anstieg des Glukosespiegels im Blut und somit zu einer Überzuckerung (auch Hyperglykämie genannt). Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen Insulin spritzen, um ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.

Typ-2-Diabetes

Diabetes Typ 2 tritt vor allem bei übergewichtigen Menschen ab 45 Jahren auf. Bei diesem Diabetes-Typ liegt zumeist eine Insulinresistenz vor. Das heißt, dass der Körper des Patienten eigentlich noch genug Insulin produziert, dieses aber nicht nutzen kann, um Glukose zu den Zellen zu transportieren. Der Blutzuckerspiegel ist dadurch ständig erhöht. Typ-2-Diabetes wird zunächst durch eine Ernährungsumstellung und dann mit Medikamenten behandelt.

Schwangerschaftsdiabetes

Der Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist eine Diabetes-Form, die erstmals während der Schwangerschaft auftritt bzw. diagnostiziert wird. Häufig kommt Gestationsdiabetes erst gegen Ende der Schwangerschaft vor und verschwindet meist wieder, sobald das Baby da ist. Bei Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes ist die Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage, die erhöhte Menge an Insulin zu produzieren, die während der Schwangerschaft hormonell bedingt erforderlich ist. Dementsprechend kann die Glukose im Blut nicht in die Zellen abtransportiert und dort in Energie umgewandelt werden. Die Folge ist eine dauerhafte Hyperglykämie oder Überzuckerung. Schwangere dürfen auch nicht alle Medikamente einfach so einnehmen. Deshalb behandelt DaVita Frauen, die von einem Schwangerschaftsdiabetes betroffen sind sorgfältig in enger Abstimmung mit ihrem behandelnden Gynäkologen. Die Frauen werden von der Diagnose bis zur Entbindung und darüber hinaus bei uns betreut, um sicherzustellen, dass sie und das neugeborene Kind gesund bleiben.

Warum ist Diabetes eine ernsthafte Erkrankung?

Manche Menschen mit Diabetes werden aufgrund der chronischen Stoffwechselerkrankung ernsthaft krank. Denn wird der Diabetes über mehrere Monate oder sogar Jahre nicht oder schlecht behandelt, kann es zu Schädigungen der Blutgefäße und der Nerven des Patienten kommen. Dadurch können wiederum Folgeschäden wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nierenschädigungen, Augenkomplikationen sowie Durchblutungsstörungen in den Beinen und Füßen auftreten. Deshalb ist es wichtig, dass Blutzucker, Blutdruck sowie der Cholesterinspiegel möglichst normal eingestellt sind.

Zu den Risikofaktoren des Diabetes gehören:

  • Übergewicht
  • Alter (älter als 45 Jahre)
  • Familiäre Vorbelastung
  • Bluthochdruck
  • Niedriger HDL-Cholesterinspiegel und hoher Triglyceridspiegel
  • Diabetes während der Schwangerschaft („Schwangerschaftsdiabetes“)
  • Ethnische Herkunft

Eine Erkrankung, Infektion oder OP, aber auch Stress, können ebenfalls zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen. Bei manchen Menschen tritt Diabetes sogar auf, obwohl sie Idealgewicht haben und niemand in ihrer Familie jemals Diabetes hatte.

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